Mittwoch, 22. April 2015

Kräuterwissen ist kein "Hexenwerk" ...

...sondern ein Wissen, was man entweder von Generation zu Generation weitergibt oder es sich "anliest" wenn man ein gutes und ehrliches Interesse daran hat.
Seit dem ich im Internet "unterwegs" bin, bin ich doch öfter mal sehr erschrocken, wer und was sich (Kräuter -) Hexe nennt und sich zumutet und anderen auch, vor allem - angebliches Wissen gegen "ordentlich Geld" zu veräußern.
Wenn die wüssten wie lächerlich sie sich damit machen aber leider , leider, leider.... fallen viele gutgläubige Menschen immer wieder auf solche Scharlatane herein. So war das schon immer und so wird es auch bleiben.
Da kann man sich noch so mystisch schminken und sich okult wirkend kleiden - DAS ist es einfach nicht, womit man sich hervortun sollte .
Man kann es tun aber eher nicht.


Nach einem doch recht miesen und zermürbendem Winter, ist ja nun doch der Frühling erwacht ( was auch sonst ;) ) und da kribbelt es wieder in den Fingern und in den Beinen, loszuziehen um die entsprechenden Kräuter, Knospen und Blüten zu sammeln, die voller Energie, Gesundheit und Kraft stecken.
Birkenlaub und - knospen 


In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, mich mehr mit Tinkturen und Essenzen zu befassen, Besser gesagt den Bestandteilen der Pflanzen, die zu Heilzwecken eingesetzt werden sollen - in alkoholischen Lösungen,durch Auszug - ihrer Wirkung  zu "berauben" ;)






Ich finde diese Art der Gewinnung von Substanzen aus Heilpflanzen sinnvoller und zweckmäßiger, als Heisswasser - oder Kaltwasser - Aufgüsse von frischen oder getrockneten Pflanzen.

"Ansatz" für Auszüge aus Obstblüten, Birken - Weidenlaub - und knospen


Lavendel
Essenzen ( Auszüge aus frischen Pflanzen oder deren Teile)
und Tinkturen (Auszüge aus getrockneten Pflanzen oder deren Teile)
kann man innerlich anwenden - hierbei sollte man aber auf die  selbst hergestellten verzichten  wenn man Pflanzen mit  giftigem  Inhaltsstoff verwendet.
Hier sollte man auf handelsübliche zurückgreifen, die strengen Kontrollen unterliegen - was ich grundsätzlich sehr begrüße!

Die innerliche Anwendung hängt vom jeweiligen gesundheitlichen Problem des Menschen und von der Art der Tinktur ab.
Eine Tinktur, die aus einer ungiftigen Heilpflanze hergestellt wurde, kann man wie folgt anwenden, wenn der Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker nichts anderes verordnet hat:
  • 2 bis 3 mal täglich 10 bis 50 !
  • Tinkturen sollten nur von Erwachsenen eingenommen werden. 
    Alkoholkranke und Leberkranke sollten keine Tinkturen einnehmen.
Die Tinkturen und Essenzen die ich verwende , werden grundsätzlich NUR äußerlich angewandt

"Ansatz"für Auszug aus Gänseblümchen
Tinkturen trocknen die Haut bei äußerlicher Anwendung aus - daher verwendet man sie NUR verdünnt! 
Durch den Alkohlgehalt wirkt jede Tinktur antibakteriell, was bei vielen Anwendungsgebieten bereits ein wesentlicher Teil der Heilwirkung ist.

Man kann Tinkturen mit Wasser verdünnt für Teilbäder und Waschungen verwenden.
Oder man taucht eine Kompresse in tinkturhaltiges Wasser und legt einen Umschlag an.
Bei kleinen Anwendungsstellen kann man Tinkturen auch pur auftupfen, z.B. Insektensiche.
Außerdem kann man Tinkturen in Cremes einarbeiten, um die Wirkung der Tinktur mit der pflegenden Wirkung einer Creme zu kombinieren.


*weiteres folgt

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